FAQ

Welche Hauptvorteile haben die ColorLite sph870/sph900 Spektralphotometer gegenüber anderen Farbmesssystemen auf dem Markt?

Das ColorLite sph870 und sph900 wurde als einfach zu bedienendes und dennoch hoch präzises Spektralphotometer entwickelt. Viele unserer Kunden haben sich nach intensiver Recherche und Testphase für ein ColorLite Farbmessgerät entschieden. Einige Gründe hierfür sind u.a.:
  • Mithilfe des kleinen externen Messkopfes und der automatische Auslösung des Messvorgangs durch simples Herabdrücken des Messkopfes wird eine hohe Flexibilität und Komfortabilität erreicht.
  • Beide Geräte können sowohl nach der 45°/0°-Geometrie messen als auch nach d/8° mit dem optionalen Messkopfadapter MA35. Somit ist es möglich, mit nur einem Gerät unterschiedliche Anforderungen von Kunden und Lieferanten zu erfüllen und Kosten zu sparen.
  • Durch eine sehr einfach zu bedienende und übersichtliche Menüführung ist die Arbeit mit den Geräten ohne langwierige Einarbeitungs- oder Schulungszeit möglich.
  • Eine Vielzahl von Zubehörartikeln machen die ColorLite Spektralphotometer sehr flexibel auch für zukünftige Anwendungen. Dies senkt auch bei neuen Anforderungen die Kosten für Neuanschaffungen.
  • Gern setzen wir kundenspezifische Anforderungen an Hard- und Software schnell und kostengünstig um.

Was ist die Spektrale Auflösung der ColorLite Spektralphotometern?

Die Spektrale Auflösung ist die Fähigkeit, die Amplitude elektromagnetischer Energie bei unterschiedlichen Wellenlängen zu bestimmen, im sichtbaren Bereich, wie in der DIN5033 beschrieben. Die Wellenlänge wird bei allen unseren Geräten in 3,5 nm-Schritten gemessen, was bedeutet, mehr als 100 Werte werden im sichtbaren Spektrum aufgezeichnet! Ein lichtempfindliches Array wandelt die Lichtenergie in ein analoges elektrisches Signal, das in einen 16-Bit digitalen Wert umgewandelt wird. Dies bedeutet etwa 100 Wellenlängen-Werte werden in 65.536 Schritten quantifiziert. Dies ist mehr als die meisten anderen Geräte.

Welche Vorteile hat es, mit LED (Light Emitting Diode) Beleuchtung zu messen?

LED`s leuchten in einem festen Farbspektrum. Es wird nicht zur Berechnung der Farbwerte herangezogen. Die Farbwerte werden mit den auf dem Gerät gespeicherten Normlichtarten berechnet. Die Leuchtdioden  beleuchten die Probe im elektromagnetischen Wellenlängenbereich zwischen 400 und 700 nm. Die Menge des Lichts in diesem Bereich, die bei den verschiedenen Wellenlängen absorbiert wird, wird ermittelt.
Der große Vorteil, polychromatische weiße und blaue LED`s zur Beleuchtung der Proben einzusetzen ist, dass sie praktisch unverwüstlich sind. Die Leuchtstärke bleibt über die gesamte Betriebsdauer des Messgerätes konstant, dies garantiert eine überragende Langzeitstabilität der Messergebnisse. Zeit- u. kostenaufwändiges Auswechseln der Beleuchtung ist überflüssig!
ColorLite war das erste Unternehmen, das für die Farbmesstechnik weiße LED‘s als Lichtquelle eingesetzt hat. Andere Firmen sind uns gefolgt. In der Tat  basiert die Gründung der ColorLite GmbH auf dem Wissen, das durch viele Jahre der Erforschung dieser Technologie gewonnen wurde.

Entsprechen die ColorLite Spektralphotometer den Internationalen Normen und Standards?

Ja. Unsere Geräte entsprechen allen gängigen Normen. Glücklicherweise ist die Farbmesstechnik ein Gebiet, in welchem weltweit die gleichen Standards gelten. Dazu gehören:
  • DIN 5033 Norm, insbesondere Teil 4, welches die Spektralverfahren beschreibt.
  • VDA 280-1 Farbmessung im Kraftfahrzeug; Farbmessung von Kunststoffoberflächen im Fahrzeuginnenraum
  • VDA 280-2 Farbmessung im Kraftfahrzeug; Farbmessung von Textilien
  • DIN 6174und ISO 7724-1 Farbmetrische Bestimmung von Farbmaßzahlen und Farbabständen im angenähert gleichförmigen CIELAB-Farbenraum
  • DIN 53236 Prüfung von Farbmitteln; Mess- und Auswertebedingungen zur Bestimmung von Farbunterschieden bei Anstrichen, ähnlichen Beschichtungen und Kunststoffen

Wie werden die ColorLite Spektralphotometer kalibriert?

Die ColorLite Spektralphotometer werden mit BAM- (Bundesanstalt für Materialforschung) Weißstandards kalibriert. Diese ideal diffus weißen Oberflächen wurde an der Bundesanstalt für Materialforschung vermessen und die Werte auf die Geräte übertragen. Das Zertifikat der BAM ist ein Teil der Lieferung.
Optional kann, um den BAM-Weißstandard zu schonen, mit einem Arbeitsstandard aus Keramik kalibriert werden. Dieser ist widerstandsfähiger gegen Abnutzung und lässt sich leicht reinigen.

Ist es möglich, Pulver zu messen?

Ja. Wir offerieren eine spezielle Pulveraufnahme durch die das Pulver mittels einer Pulverpresse in Tablettenform komprimiert wird. Der Messkopf wird in eine spezielle Halterung gespannt, auf der dann die Pulverproben platziert werden. Eine einfachere Methode ist, das Pulver in Glasküvetten zu messen. Hierzu bietet ColorLite ein Zubehörset an.

Ist es möglich, Flüssigkeiten zu messen?

Ja. Wir bieten spezielle Sets zur Messung von lichtundurchlässigen (opaken), transparenten oder transluzenten Flüssigkeiten an.

Wie kann ich die Messergebnisse darstellen?

Die Messergebnisse werden zunächst auf dem Grafikdisplay des Messgerätes angezeigt. Die Messwerte können nun über die Software ColorDaTra auf einen PC übertragen und dort in verschiedenen Diagrammen dargestellt oder als Bericht ausgedruckt werden.

Ist es möglich, Kabel oder kleine zylindrische Objekte mit dem ColorLite sph870 und sph900 zu messen?

Ja. Um Kabel oder zylindrische Objekte optimal messen zu können, adaptierten wir den Standardmesskopf mit einem Prisma. Auf diese Weise kann der Messkopf direkt auf der Probe platziert werden. Bei kauf eines FMG und Einsendung von Proben wird das Prisma kundenspezifisch angepasst (optional).

Ist es möglich, strukturierte Oberflächen zu messen?

Ja. Die ringförmige Beleuchtung der Messköpfe und die Mehrfachabtastung machen es möglich, strukturierte Oberflächen wie Leder oder Kunststoffe auch mit dem Standardmesskopf sehr gut zu messen. Bei stark strutuierten Oberflächen empfiehlt sich die Verwendung unseres Messkopfadapters MA38. Dieser vergrößert den Messfleck auf 38mm im Durchmesser.

Kann ich auch weiche Oberflächen messen?

Ja. Zur Messung sehr weicher Oberflächen, wie z.B. hochfloorigen Textilien, ist eine Glasscheibe erforderlich, um einen konstanten Abstand zwischen Messkopf und zu messender Oberfläche zu gewährleisten.

Was ist das kleinste messbare Objekt?

Der Standardmessfleck des ColorLite sph870 und sph900 hat bereits einen Durchmesser von nur 3,5mm. Um noch kleinere Proben bzw. Messflächen zu messen, bieten wir für beide Geräte Messköpfe mit verkleinerter Messöffnung (S-/XS-Version) an.

Wie kann ich besonders kleine Objekte messen?

Durch Herunterdrücken des Messkopfes auf die Probe wird die Messung automatisch ausgelöst. Die automatische Auslösung erlaubt somit die komfortable Messung kleinerer, nicht befestigter Proben, da der Messkopf während des Messvorganges in der einen Hand gehalten und die Probe mit der anderen Hand fixiert werden kann. Normalerweise wäre für sehr kleine Proben ein Messkopf in der S-Version zu empfehlen. Alternativ oder nach Notwendikeit fertigen wir auch Halte-bzw. Justierungsvorrichtungen für Proben an.

Kann ich gekrümmte Oberflächen messen?

Ja. Der kleine Messkopf mit seinem niedrig gewählten Schwerpunkt prädestiniert das ColorLite sph870 oder sph900 zur Messung an gekrümmten Oberflächen.

Sind die verschiedenen Messkopfversionen untereinander austauschbar?

Nein. Würde man die Messkopfversionen austauschbar machen, hätte dies einen negativen Einfluss auf die Stabilität der Messwerte. Die dann nötig werdende optische Verbindung stellt einen Unsicherheitsfaktor dar.